Studieren in Mexiko
Hochschullandschaft und Kooperationen
Webinar "Bildungsmarkt Mexiko”
Im Rahmen der Webinar-Reihe "Bildungsmärkte weltweit", ein Angebot von GATE Germany, fand im Oktober 2012 ein Webinar zum Thema "Bildungsmarkt Mexiko" statt. Dabei wurden u.a. Themen wie "Internationalisierung mexikanischer Hochschulen", "Sicherheitslage" und "Wie findet man eine Partnerhochschule in Mexiko" erörtert. Vortragende waren Thomas Buntru, Direktor des International Programs Office der Universidad de Monterrey und Dr. Hanns Sylvester, Außenstellenleiter des DAAD Mexiko. Hier der Link zum Video-Mitschnitt!
Hochschullandschaft 
In Mexiko gibt es derzeit über 3.000 Hochschulen, von denen über die Hälfte dieser private Einrichtungen sind. Die öffentlichen Hochschulen binden noch immer die Mehrheit der mexikanischen Studenten, jedoch genießen auch einige private Hochschulen hohes Ansehen. Hinsichtlich der Qualität sowohl der öffentlichen als auch der privaten mexikanischen Hochschulen ist eine große Heterogenität zu verzeichnen. Während die besten Einrichtungen einen internationalen Vergleich nicht scheuen müssen - die größte Universität des Landes, die staatliche "Universidad Nacional Autónoma de México" (UNAM), liegt im internationalen Bildungsranking der Zeitschrift "Times Higher Education Supplement" 2010 auf Platz 199 und ist damit die beste spanischsprachige und lateinamerikanische Universität - existieren gemessen am deutschen Anspruch auch eine Reihe von eher durchschnittlichen bzw. schlechten Einrichtungen. Gerade bei den privaten Hochschulen gilt allerdings zu beachten, dass diese zum Teil enorme Studiengebühren erheben, die den US-amerikanischen in nichts nachstehen.
Ein besonders hohes universitäres Forschungsniveau weisen vor allem die UNAM (Universidad Nacional Autónoma de México), die UdG (Universidad de Guadalajara), die UANL (Universidad Autónoma de Nuevo León) und die Bundesforschungszentren ("CONACYT-Institute") auf. Hier gibt es bereits einige Kooperationen zwischen Deutschland und Mexiko, gerade in den letzten Jahren gibt es auch verstärkte Bemühungen, die Zusammenarbeit in der Forschung noch zu intensivieren.
Die wichtigsten öffentlichen Hochschulen sind:
in Mexiko Stadt:
- Universidad Nacional Autónoma de México (UNAM) - http://www.unam.mx/
- Universidad Autónoma Metropolitana(UAM) - http://www.uam.mx/
- Instituto Politécnico Nacional (IPN) - http://www.ipn.mx/
in Guadalajara:
- Universidad de Guadalajara (UdG) - http://www.udg.mx/
in Monterrey:
- Universidad Autónoma de Nuevo León (UANL) - http://www.uanl.mx/
Die wichtigsten und in ganz Mexiko mit mehreren Niederlassungen vertretenden privaten Einrichtungen sind:
- Tecnológico de Monterrey (ITESM) - http://www.itesm.edu/
- Universidad Iberoamericana (UIA) - http://www.uia.mx/
- El Colegio de México - http://www.colmex.mx/
- Universidad La Salle - http://www.ulsa.edu.mx/
- Universidad Anáhuac - http://www.anahuac.mx/
- Insituto Tecnológico Autónomo de México (ITAM) - http://www.itam.mx/
Wichtige Einrichtungen für den Wissenschaftsbetrieb sind außerdem die Vereinigung der Mexikanischen Hochschulen ANUIES und der nationale Wissenschaftsrat CONACYT.
Kooperationen
Deutsche und (private) mexikanische Hochschulen pflegen einen regen Austausch, hauptsächlich im Undergraduate-Bereich, die HRK listet aktuell 231 Hochschulkooperationen zwischen Deutschland und Mexiko auf. Die Einheit hinsichtlich der Semesterstruktur und der Abschlüsse (Bachelor, Master, PhD), aber auch die allgemeine Anerkennung der deutschen akademischen Institutionen bieten den Hochschulen eine gute Grundlage für Kooperationsprojekte. Mexikanische Partnerhochschulen bieten ihren Studenten vorbereitende Sprachkurse an; deutsche Austausc
hstudenten nehmen an Vorlesungen und Seminaren in spanischer und englischer Sprache teil.
Seit 2010 besteht zudem das Internationale Graduiertenkolleg "Zwischen Räumen. Bewegungen, Akteure und Repräsentationen der Globalisierung” , welches die DFG als erstes Graduiertenkolleg in Lateinamerika im Bereich der Sozial- und Geisteswissenschaften fördert, um innovative Forschungsprojekte zur Globalisierung anzuregen. Beteiligte Institutionen sind auf deutscher Seite das Lateinamerika-Institut (LAI) der Freien Universität Berlin sowie die Institute für Romanistik der Humboldt-Universität zu Berlin und der Universität Potsdam, auf mexikanischer Seite das Colegio de México (COLMEX), die Universidad Nacional Autónoma de México (UNAM), sowie das Centro de Investigaciones y Estudios Superiores en Antropología Social (CIESAS).
Mexikanische Hochschulen sind darüber hinaus in das Programm "exceed - Hochschulexzellenz in der Entwicklungszusammenarbeit" integriert, in dem deutsche Hochschulen gemeinsam mit ihren Partnerinstitutionen in den Entwicklungsländern gefördert werden, um zu wirkungsvollen und innovativen Beiträgen für die Umsetzung entwicklungspolitischer Ziele zu gelangen. Am Exzellenzprogramm teilnehmende mexikanische Hochschulen sind die Universidad de Guadalajara, die mit ihrem Partner der TU Braunschweig das Programm "Excellence Center for Development Cooperation - Sustainable Water Management" anbietet, die Universidad Autónoma de Yucatan mit ihrem Partner der Universität Kassel im Projekt "International Center for Development and Decent Work (ICDD)" sowie die Universidad Autónoma de San Luis Potosí, die mit ihrem Partner der Fachhochschule Köln im Projekt "Center for Natural Resources and Development” arbeiten. Letztere Kooperation beinhaltet unter anderem den durch Conacyt-DAAD geförderter Masterstudiengang ENREM (Environment and Resources Management for Latin Americans and German young professionals).
Die Kooperation der Deutschabteilung am Departamento de Lenguas Modernas der Universidad de Guadalajara und des Herder-Instituts der Universität Leipzig ermöglicht zudem das Angebot des binationalen Master "Deutsch als Fremdsprache: Estudios interculturales de lengua, literatura y cultura almanes", welches der DAAD durch Stipendienvergabe für den entsprechenden Vorbereitungskurs unterstützt.
